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Rechts oder Links – Händigkeitstestung und -beratung in Hannover

9. November 2016

„Mein Kind wechselt häufig die Hände beim Malen, Schneiden oder Essen mit Besteck?“
„Mein Kind benutzt beim Spielen oft seine Hände im Wechsel oder beide Hände gleich häufig? Es ist keine Lieblingsseite zu erkennen?“

Händigkeitsunklarheiten können unterschiedliche Ursache haben:

  • mögliche Zeichen einer Entwicklungsverzögerung?
  • Schwierigkeiten der Mittellinienüberkreuzung?
  • umgeschulte Linkshänder?
  • inkonstante Linkshänder?
  • Beidhändigkeit?
  • gemischte Händigkeit?

Dies wird in einer ausführlichen Händigkeitsüberprüfung berücksichtigt.

Gut zu wissen:

  • die Händigkeit sollte mit vier Jahren deutlich erkennbar sein
  • ein gewisses Maß an Wechsel der Hände im Alltag ist normal, gerade bei kleineren Kindern bis zum Alter von vier Jahren.
  • eine Testung ist frühestens ab einem Alter von 4,5-5 Jahren möglich
  • bei einer ausführlichen Testung wir die Präferenz und Geschicklichkeit der Hände getestet. Außerdem wird die beidhändige Aktivität geprüft. Auch der Alltag und Händigkeitshintergrund der Familie wird berücksichtigt.

Beratung:

  • Wie kann ich den Alltag nach dem Testergebnis bewältigen?
  • Was muss ich berücksichtigen/beachten?
  • Tipps und Tricks für zu Hause und Kita/Schule (auch für Linkshänder)

Ich stehe sehr gern für Fragen zur Verfügung:

0511 / 54 54 16 93

Holzmann@ergopaedie.de

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Gemeinsamkeiten und Abgrenzung der Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® zu anderen Behandlungskonzepten – Vojta:

1. Oktober 2016

Ziel der Vojta-Therapie ist die menschliche Aufrichtung und Fortbewegung.

Für dieses Ziel „ … übt der Therapeut beim Patienten, der sich in Bauch-, Rücken- oder Seitenlage befindet, einen gezielten Druck auf bestimmte Körperzonen aus“ (www.vojta.com). Dafür wird das Kind „ … passiv in [die] unterschiedlichen […] Positionen gebracht“ (Bein-Wierzbilski, W.).

„Bei der Vojta-Therapie werden nicht Bewegungsfunktionen, wie Greifen, Umdrehen vom Rücken auf den Bauch oder Gehen, geübt. Vielmehr vermittelt die therapeutische Intervention einen Zugriff über das Zentralnervensystem auf die für eine bestimmte Bewegung oder Handlung notwendigen, einzelnen Bewegungsteilmuster“ (www.vojta.com).

„Bei Kindern mit gravierenden Hirnschädigungen, die nicht in der Lage sind, aktiv mitzuarbeiten, ist die Vojta-Methode eine Möglichkeit, das Kind auch ohne Mitarbeit und gegen seinen Willen zu therapieren“ (Bein-Wierzbinski, W.).

Bei der Entwicklungs- und Lerntherapie hingehen muss das Kind zu jeder Zeit aktiv mitarbeiten (Bein-Wierzbinski,W). Wie bei Vojta steht auch hier der neuromotorische Aufrichtungsprozess im Mittelpunkt.

 

Quelle:
http://www.vojta.com/de/vojta-prinzip/vojta-therapie

Bein-Wierzbinski, W. (2004), Räumlich-konstruktive Störungen bei Grundschulkindern. Eine Untersuchung über die Bedeutung des neuromotorischen Aufrichtungsprozesses für die Blickmotorik und räumlich-konstruktives Darstellen sowie Möglichkeiten der Entwicklungsförderung durch motorisches Training, Peter Lang.

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Was macht die Entwicklungs- und Lerntherapie so besonders?

25. September 2016

Mein Alltag in der Praxis:

Oft kontaktieren mich Familien, die gern eine ergotherapeutische Unterstützung für ihre Kinder hätten. Nicht nur die Eltern, sondern auch die Erzieher der Krippen und Kitas oder auch Lehrer von Schule findet das sinnvoll. Leider kommt es immer häufiger vor, dass aus unterschiedlichen Gründen keine Verordnung für Ergotherapie ausgestellt wird.

Die Entwicklungs- und Lerntherapie ermöglicht somit diesen Familien trotzdem ihre Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern, da sie keine Kassenleistung ist und somit nicht von ärztlichen Verordnungen abhängig ist, sondern privat getragen wird.

Sie ersetzt keine ergotherapeutische Behandlung, kann aber alle für die motorische Entwicklung notwendigen Bereiche prüfen und berücksichtigt diese auch im weiteren Therapieverlauf.

Die folgenden Bereiche werden bei der Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi ® geprüft und für die weitere Behandlung in Zusammenhang gebracht:

der Muskeltonus
die frühkindlichen Reflexe
die segmentären Rollreflexe
die visuelle Wahrnehmung
allgemein die Körperstellung und –koordination
das Gleichgewicht 
sowie die graphomotorischen Fertigkeiten

Für eine ganzheitliche Begutachtung wird auch ein Fragebogen an die Eltern nach Bedarf zum Verhalten und der Wahrnehmung ausgehändigt.

Das Besondere: Hintergrund zur Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi®

Die Entwicklungs- und Lerntherapie „… steht für ein ganzheitliches Förderkonzept, bei dem die Tätigkeitsfelder von Pädagogen und Medizinern näher zusammenrücken… “ (Bein-Wierzbinski, W.) und bestehende Behandlungsverfahren sinnvoll zusammengeführt wurden.

Für die Entwicklung dieser Therapieform wurden die vorhandenen Behandlungsverfahren nach Vojta und Bobath, der sensorischen Integrationstherapie und INPP untersucht. Auf diesen Methoden und den eigenen Erfahrungen der Begründerin basieren die konzeptionellen Überlegungen des Übungsprogrammes der Entwicklungs- und Lerntherapie.

In den noch folgenden Artikeln werden die einzelnen Konzepte kurz vorgestellt und abgrenzend zur Entwicklungs- und Lerntherapie nach PäPKi® verdeutlicht.

 

Quelle: Bein-Wierzbinski, W. (2004), Räumlich-konstruktive Störungen bei Grundschulkindern. Eine Untersuchung über die Bedeutung des neuromotorischen Aufrichtungsprozesses für die Blickmotorik und räumlich-konstruktives Darstellen sowie Möglichkeiten der Entwicklungsförderung durch motorisches Training, Peter Lang.

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Der Entwicklungs- und Lerntherapieflyer

15. April 2016

Hier könnt ihr euch meinen Flyer kostenlos downloaden.

Flyer der Entwicklungs- und Lerntherapie

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Beobachtungen von Auffälligkeiten im Krabbel- und Kindergartenalter

15. April 2016

weitere bzw. ergänzende Auffälligkeiten, die viel im Kindergarten und in der Krabbelgruppe beobachtbar werden

weiterlesen: Hannover: Entwicklungs- und Lerntherapie (jetzt auch Vor- und Grundschulkinder); PäPKi® in Hannover (Säuglinge und Kleinkinder)

freie Beobachtung – Abweichungen der normalen Entwicklung:

  • lehnt Bauch- oder Rückenlage ab
  • liegt mit gestrecktem/n Bein/en
  • nimmt Füße nicht in den Mund
  • dreht sich nur über eine Seite, dreht sich En-Bloc (nicht schraubenförmig) oder gar nicht
  • keine Fuß-Fuß-Koordination in Bauch- und/oder Rückenlage
  • kein Ellenbogen- oder Hand-Becken-Stütz
  • beim Stütz gefaustete Hände
  • kein Krabbeln, sondern lieber Po-Rutschen
  • beim Krabbeln die Beine in der Luft und/oder Finger gekrallt
  • Sitz mit Rundrücken / Zwischenfersensitz (W-Sitz)
  • Zehenspitzengang im Kindergartenalter
  • Kopf nicht in beide Richtungen drehbar
  • kein Blickkontakt

freie Beobachtungen – weitere Hinweise:

  • sogenannte Schreikinder
  • Lichtpunktreflexe (Foto mit Blitz – Lichtpunkte in Augen nicht parallel – auffällig!!)
  • Schädel- oder Gesichtsasymmetrie, Kiss (abgeflachter Hinterkopf / Schieflage des Kopfes einseitig oder stark nach hinten überstrecken
  • ein Bein wird vernachlässigt – ist immer gerade z.B. beim Krabbeln oder beim Sitzen
  • Knick-Senk-Füße
  • X-Beine
  • fehlender Mundschluss, starkes Sabbern
  • „flattern“ der Hände und Arme
  • im Kindergartenalter Hände auf Brusthöhe gehalten und breitbeiniger Gang
  • zunächst „pflegeleichte, ruhige Kinder“ – bewegen sich nicht!!!
  • sehr schreckhafte, ängstliche Kinder
  • Einkoten / Einnässen
  • Schnarchen / Zähneknirschen
  • auffällig viel Blinzeln
  • ungeschickter Umgang mit Schere und Stift
  • Sprach-, Konzentrations-, Verhalts-, Wahrnehmungs- oder Gleichgewichtsprobleme
  • ungeschickt/tollpatschig/fehlendes Gefahrenbewusstsein
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leere Toilettenpapierrollen und ihre Möglichkeiten

17. März 2016

Toilettenpapierhülsen dienen nicht nur zum Aufwickeln von Toilettenpapier, sie können danach auch einfach, vielseitig und kostengünstig im Alltag von Kindern eingesetzt werden.

Im Säuglings- und Kleinkindalter

  • Mini-Tunnel zum Hindurchrollen von Bällen, Glocken, Murmeln oder Hindurchziehen von Tüchern oder Schnüren, auch die Kombination von Band mit Glocke oder Perle sind spannend
  • Mini-Regenmacher: mit Materialien, wie Reis, Erbsen, Linsen, Sand, kleinen Glöckchen, Büroklammern, kleinen Steinchen füllen; beide Seiten mit Paketklebeband zukleben (beachte: da die Klebeseite sich innen befindet, bleiben die Materialien dort ebenmäßig haften) oder die Enden jeweils zuklappen und tackern (würde ich bei sehr kleinen Kindern nicht empfehlen)
  • als Turm verwenden, auf den eine Kugel, ein Luftballon etc. drapiert wird
  • allgemein zum Verstecken von Gegenständen
  • sie kann auch einfach gerollt werden (hierbei bietet sich auch an, die Hülse bunt zu bemalen (Achtung bei der Farbwahl: Säuglinge nehmen viel in den Mund)
  • sie kann verwendet werden, um sie auf Stäbe zu stecken

Im Kindergartenkinder und für diejenigen, die noch Spaß daran haben

  • Basteln, in jeglicher Form: zahlreiche Anleitungen im Internet
  • als Schablone für Kreise
  • Herausforderung: stapeln (liegend zur Pyramide oder vertikal)
  • Einweg-Kegeln mit verschiedenen Bällen, Softball, Luftballonhüllenball, besonders schwere Bälle; lässt sich sehr gut an jedem Ort spielen
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Einnässen (Enuresis) im Kindesalter – es betrifft mehr, als die Meisten denken!!

2. Februar 2016

Immer wieder begegnen mir Kinder in der Praxis, bei denen Einnässen ein zentrales, aber auch manchmal „nur“ ein „nebensächliches“ Problem ist.

Aufgrund der steigenden Patientenzahl wurde meine Motivation geweckt, aufbauend auf meinem bereits gesammelten Wissen, mich noch genauer mit dem Thema auseinander zu setzen.

Worum geht es?
Ein Kind, das fünf Jahre oder älter ist und häufig unabsichtlich und unkontrolliert (an ungünstigen Orten und unpassenden Zeitpunkten) eine nasse Hose oder ein nasses Bett hat, leidet möglicherweise unter der Problematik des Einnässens.

Es wird differenziert, ob ein Kind tags oder nachts (Bettnässen) einnässt. Das Einnässen am Tag wird nach seinen Ursachen unterschieden. Nässt ein Kind nachts ein, kann es sowohl vorkommen, dass es bisher noch nie trocken war oder von einem Rückfall betroffen ist. Von einem Rückfall wird erst gesprochen, wenn das Kind bereits mindestens sechs Monate trocken war. Grundsätzlich wird untersucht, ob die Ursache medizinisch oder funktionell/verhaltensbedingt ist.

Was kann ich tun?
Für die Behandlung/Therapie des Einnässens ist eine ausführliche Diagnostik erforderlich. Diese wird teilweise durch mich, teilweise durch einen Arzt durchgeführt. Dabei ist die Mitarbeit der Familien zentral. Es findet nicht nur eine Analyse statt, sondern Eltern und Kind lernen auch jede Menge dazu.

Zeigt die Auswertung, dass es sich um eine funktionelle und/oder motorische Problematik handelt, kann ich folgende therapeutische Möglichkeiten anbieten:

  • einen verhaltenstherapeutisch-systemisch und lösungsorientierten Ansatz
  • ein motorisches Übungsprogramm bzgl. des Bewegungsapparats
  • ein Wahrnehmungs- und Entspannungstraining

Nicht-funktionelle Ursachen, wie organische Probleme, müssen medizinisch-ärztlich behandelt werden.

Sprechen Sie mich gern an!!!

Wo findet die Beratung und Behandlung statt? Hannover
Tel: 0511 / 54 54 16 93
E-Mail: Fiene@Ergopaedie.de

Quelle: Prof. Dr. von Gontard, A. & Prof. Dr. Lehmkuhl, G. (2012). Ratgeber Einnässen. Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher. 2. Überarbeitete Auflage. Hogrefe Verlag.